Der Begriff "Kinesiologie" leitet sich von dem griechischen Wort 'kinesis' (= die Bewegung) und der -'logie' (= die Lehre von...) und bedeutet somit "die Lehre von der Bewegung". Sie kennen alle das 'Kino' (sich fließend bewegende Bilder). Es kommt vom gleichen Wortstamm und bezeichnet das, worum es in der Kinesiologie geht: alles wieder in den Fluss zu bringen.

Die Begleitende Kinesiologie arbeitet mit dem Energiesystem des Menschen und geht von der Annahme aus, dass der freie Fluss der Energie für die Lebendigkeit, für Wachstum, Entwicklung und Entfaltung, letztlich für das Wohlbefinden des Menschen zuständig ist. Der freie Fluss der Energie zeigt sich im freien Fluss der Beweglichkeit auf allen Ebenen: körperlich, geistig und emotional. Deshalb arbeitet die Kinesiologie mit der Bewegungsreaktion der Muskeln als Körperbiofeedback.

In vielen kinesiologischen Richtungen wird dieses Verfahren vereinfacht als Muskeltest bezeichnet. Dieser Begriff hat sich auch im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert. Die Muskelreaktion zeigt eine Stressreaktion des Systems an und ist eine Momentaufnahme. Sie zeigt Energieblockaden auf und Wege, diese durch sanfte Ausgleichstechniken aufzulösen. Die Arbeit mit der Muskelreaktion ist effizient und bei ethischem Gebrauch sehr präzise und hilfreich. Für die professionelle Anwendung der Muskelkommunikation bedarf es einer guten Ausbildung.

Die zahlreichen kinesiologischen Richtungen, die sich in den letzten 30 Jahren entwickelt haben, arbeiten schwerpunktmäßig auf unterschiedlichen Ebenen des Energiesystems. Jedoch geht es bei allen Richtungen um dasselbe Prinzip: die Aufdeckung und Auflösung von Energieblockaden, um den freien Fluss der Energie wieder herzustellen.

"Begleitung" bedeutet hier, dass die Klienten tatsächlich auf ihrem Weg 'begleitet', durch einfühlsames Nachfragen in ihrem Erkenntnis- und Bewusstwerdungsprozess unterstützt werden. Mit den sanften Techniken der Kinesiologie werden die Steine aus dem Weg gerollt, die sie an dem Erreichen ihrer Ziele gehindert haben.  Die Situation, wie sie sich für den Klienten darstellt, dient als Ausgangspunkt, um mit den unterstützenden Fragen herauszufinden, welche Veränderung sie sich vorstellen, damit sie weiterkommen. Durch die Fragen erkennen die Klienten, wie sich ihre Situation darstellt, welche Erfahrung sie gerade machen, d.h. was sie gerade lernen (Erkenntnis der Herausforderung der Situation) bzw. wozu das, was ist, 'gut' ist, d.h. was es tatsächlich in Bewegung bringt. Aus dieser Erkenntnis leitet sich dann ihr Ziel ab: welche Fähigkeit wird hier herausgefordert, will entwickelt oder verfeinert werden?

Die Klienten formulieren ihr Ziel mit eigenen Worten, sodass für sie wirklich klar ist, welche Veränderung sie anstreben. Während des gesamten Balance-Prozesses führen die Klienten die Situation, d.h. jeder Schritt muss für sie nachvollziehbar und selbstbestimmt und gewollt sein: denn schließlich müssen sie für ihr Ziel alleine gehen! Mit Unterstützung der Begleiterin finden sie über die Muskelreaktion heraus, welcher Stress sie am aktiven Handeln hindert. Mittels sanfter, kinesiologischer Ausgleichstechniken wird der Stress ab gebaut und somit Energie wieder frei gesetzt, die auf das neue Ziel ausgerichtet wird. Der Prozess ist dann abgeschlossen, wenn das System auf allen Ebenen ausgeglichen ist und alle Muskeln auf das Ziel eingeschaltet sind und damit signalisieren: ja, wir gehen mit.